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Burnout-Test: Wie sehr laugt dich deine Arbeit aus?

Ob du ein Burnout hast, kann kein Online-Test feststellen, denn Burnout ist nach der WHO keine Krankheitsdiagnose. Dieser Check fragt nach den drei Merkmalen, mit denen die WHO Burnout beschreibt: Erschöpfung, innere Distanz zur Arbeit und nachlassende Leistungsfähigkeit im Job. Viele Punkte sind ein Anlass, mit deiner Hausarztpraxis zu sprechen und andere Ursachen wie eine Depression abklären zu lassen.

Selbsttest

Burnout-Check

12 Fragen · 1 Zusatzfrage · etwa 3 Minuten · in den letzten 4 Wochen

  1. Wie gut trifft das auf die letzten 4 Wochen zu?Aufgaben, die ich früher nebenbei erledigt habe, haben mich bei der Arbeit spürbar mehr Kraft gekostet.
  2. Wie gut trifft das auf die letzten 4 Wochen zu?Schon ein gewöhnlicher Arbeitstag hat sich angefühlt, als hätte ich eine ganze Woche hinter mir.
  3. Wie gut trifft das auf die letzten 4 Wochen zu?Mein Kopf war nach der Arbeit so voll, dass ich abends nicht richtig abschalten konnte.
  4. Wie gut trifft das auf die letzten 4 Wochen zu?Die Arbeit hat mir körperlich zugesetzt, etwa mit Verspannungen, Kopfschmerzen oder Magenproblemen.
  5. Wie gut trifft das auf die letzten 4 Wochen zu?Bei neuen Vorhaben oder Besprechungen im Job habe ich innerlich abgewinkt, weil ich ohnehin nichts davon erwartet habe.
  6. Wie gut trifft das auf die letzten 4 Wochen zu?Anliegen von Kolleginnen, Kollegen oder Kundschaft habe ich vor allem als lästige Störung erlebt.
  7. Wie gut trifft das auf die letzten 4 Wochen zu?Erfolge im Team oder Lob für meine Arbeit haben mich kaum noch berührt.
  8. Wie gut trifft das auf die letzten 4 Wochen zu?Ich habe öfter überlegt, zu kündigen oder mich krankzumelden, nur um Abstand von der Arbeit zu bekommen.
  9. Wie gut trifft das auf die letzten 4 Wochen zu?Bei der Arbeit sind mir mehr Fehler unterlaufen als sonst.
  10. Wie gut trifft das auf die letzten 4 Wochen zu?Für Aufgaben im Job habe ich deutlich länger gebraucht, weil ich mich schlecht konzentrieren konnte.
  11. Wie gut trifft das auf die letzten 4 Wochen zu?Rückmeldungen zu meiner Arbeit habe ich gefürchtet, weil ich selbst nicht mehr zufrieden mit ihr war.
  12. Wie gut trifft das auf die letzten 4 Wochen zu?Mein Stapel unerledigter Aufgaben ist gewachsen, obwohl ich nicht weniger gearbeitet habe.
  13. Wie gut trifft das auf die letzten 4 Wochen zu?Ich hatte Gedanken, dass es besser wäre, nicht mehr zu leben, oder daran, mir etwas anzutun.

Deine Antworten bleiben in diesem Browser. Ein Selbsttest ersetzt keine Diagnose. Grundlage: Eigener Check von check-dich-selbst.de zu den drei Burnout-Merkmalen der WHO (ICD-11), kein validierter Fragebogen.

So wird ausgewertet

Der Burnout-Test hat 12 Aussagen über deine Arbeit. Du gibst jeweils an, wie gut sie auf die letzten 4 Wochen zutreffen: "trifft gar nicht zu" (0 Punkte), "trifft eher nicht zu" (1), "teils, teils" (2), "trifft eher zu" (3) oder "trifft voll zu" (4). Die Punkte werden zusammengezählt, du landest zwischen 0 und 48. Mehr Punkte bedeuten, dass die Arbeit dich stärker auslaugt und du mehr der Anzeichen bei dir bemerkst, nach denen der Check fragt.

PunkteEinordnungWas das bedeutet
0 bis 12Wenig AnzeichenDie Aussagen treffen im Schnitt eher nicht auf dich zu. Anstrengende Phasen im Job kennst du vielleicht, sie bestimmen dein Erleben aber nicht.
13 bis 24Einige AnzeichenManche Aussagen treffen teilweise zu. Achte darauf, ob sich das nach ruhigeren Wochen bessert oder ob es bleibt.
25 bis 36Deutliche AnzeichenViele Aussagen treffen eher zu. Wenn das schon länger so geht, sprich mit deiner Hausarztpraxis darüber.
37 bis 48Starke AnzeichenIm Schnitt treffen die Aussagen eher oder voll zu. Lass deine Beschwerden ärztlich abklären, auch weil eine Depression dahinterstecken kann.

Die Grenzen folgen der Antwortskala. Mit 12 Punkten hast du im Schnitt "trifft eher nicht zu" gewählt, mit 24 Punkten "teils, teils" und mit 36 Punkten "trifft eher zu". Vergleichswerte anderer Menschen gibt es nicht, weil der Check nicht an einer Stichprobe erprobt wurde.

Je vier Aussagen gehören zu einem der drei Merkmale: Erschöpfung, Distanz zur Arbeit und Leistungsfähigkeit. Hast du bei einer Aussage "trifft eher zu" oder "trifft voll zu" gewählt, nennt dir das Ergebnis das zugehörige Merkmal. So siehst du, ob vor allem die Kraft fehlt oder ob du dich auch innerlich von deinem Job entfernt hast. Eine dreizehnte Frage nach Gedanken, nicht mehr leben zu wollen, zählt nicht zur Summe. Beantwortest du sie mit Ja, zeigt dir der Test sofort Hilfsangebote.

Was der Check misst

Dieser Burnout-Test ist ein eigener Check von check-dich-selbst.de und kein validierter Fragebogen. Er stellt kein Burnout fest. Er hilft dir aber, deine Lage im Job genauer zu beschreiben, bevor du mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder jemandem in deinem Betrieb sprichst.

Die Fragen folgen der Beschreibung der Weltgesundheitsorganisation. Die WHO führt Burnout in der ICD-11 als Syndrom, das aus chronischem Stress am Arbeitsplatz entsteht, der nicht erfolgreich bewältigt wurde. Sie nennt drei Merkmale: Energieverlust oder Erschöpfung, wachsende innere Distanz zum Job oder eine negative bis zynische Haltung zur Arbeit und eine geringere berufliche Leistungsfähigkeit [1]. Das Gesundheitsportal des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beschreibt dieselben drei Bereiche und ergänzt, dass zur Erschöpfung auch körperliche Beschwerden wie Schmerzen gehören können [3].

Deshalb fragt der Check zum Beispiel, ob dich Aufgaben mehr Kraft kosten als früher, ob dich Lob für deine Arbeit noch berührt und ob dir mehr Fehler unterlaufen als sonst. Die Aussagen beziehen sich alle auf die Arbeit, denn die WHO verwendet den Begriff Burnout nur für den beruflichen Zusammenhang [1].

In der Forschung gibt es mehrere Burnout-Fragebögen, der bekannteste ist das Maslach-Burnout-Inventar. Es wurde nach Angaben des IQWiG für wissenschaftliche Zwecke entwickelt und nicht, um im Praxisalltag eine Diagnose zu stellen [3]. Diese Bögen sind urheberrechtlich geschützt. Die Aussagen, die Antwortstufen und die Auswertung hier sind selbst formuliert und bilden keinen dieser Fragebögen nach.

Grenzen des Tests

Ein Online-Test kann ein Burnout nicht feststellen. Das Gesundheitsportal des Bundesgesundheitsministeriums schreibt ausdrücklich, dass sich Online-Fragebögen dafür nicht eignen. Auch die Aussagekraft der Fragebögen, die Fachleute verwenden, ist unklar [2]. Für diesen Check gilt das erst recht.

Viele Punkte können auch eine andere Ursache haben. Hinter dem Gefühl, ausgebrannt zu sein, können eine Depression, eine Angststörung oder ein chronisches Müdigkeitssyndrom stecken [2]. Deshalb gehört zu jedem hohen Wert die Frage, ob dich nur die Arbeit belastet oder ob dir auch außerhalb des Jobs die Freude fehlt. Wenn du vor allem wissen willst, wie erschöpft du insgesamt bist, egal woher es kommt, passt der Erschöpfungs-Check besser. Er fragt nach Energie, Konzentration und Erholung im ganzen Alltag.

Deine Antworten hängen auch von der Tagesform ab. Nach einer besonders harten Woche fällt das Ergebnis oft höher aus als nach einem Urlaub. Mach den Check lieber zweimal im Abstand von ein paar Wochen.

Wann du dir Unterstützung holen solltest

Die Beschwerden, die dem Burnout zugeschrieben werden, können auch andere Ursachen haben. Deshalb ist es wichtig, gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt nach anderen möglichen Ursachen zu schauen [3]. Für die meisten Menschen ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle bei seelischen Beschwerden. Du kannst dich aber auch direkt an eine psychotherapeutische oder psychiatrische Praxis wenden [4]. Nimm dein Ergebnis mit, und notiere dir, seit wann es dir so geht.

Wenn du neben der Erschöpfung kaum noch Freude empfindest, dich wertlos oder schuldig fühlst oder keine Hoffnung mehr siehst, mach zusätzlich den Depressions-Test auf check-dich-selbst.de. Solche Gedanken sind nach dem IQWiG typisch für eine Depression und betreffen dann meist alle Lebensbereiche [3]. Telefonnummern für akute Krisen stehen auf unserer Seite Hilfe finden.

Was hinter dem Begriff Burnout steckt

Den Begriff gibt es seit den 1970er Jahren. Zuerst beschrieb er die Erschöpfung von Menschen in helfenden Berufen, heute wird er für alle Berufsgruppen verwendet [3]. Eine genaue wissenschaftliche Definition gibt es bis heute nicht [2].

Frau in den Vierzigern geht am Morgen allein ruhig über einen Waldweg zwischen grünen Bäumen
Bild: KI-generiert

In der ICD-11 steht Burnout unter dem Code QD85 [5]. Es gehört dort zum Kapitel über Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen oder zum Kontakt mit Gesundheitsdiensten führen. Die WHO stellt klar, dass Burnout nicht als Krankheit eingeordnet ist [1]. In der deutschen Fassung der Vorgängerklassifikation, der ICD-10-GM, steht "Ausgebranntsein [Burn-out]" unter Z73 bei den Problemen mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung [6]. Auch das IQWiG schreibt, dass Burnout in der Fachwelt nicht als eigenes Krankheitsbild anerkannt ist. Die Beschwerden treten oft zusammen mit anderen psychischen Erkrankungen auf [3].

Die Einordnung hat praktische Folgen, denn bei einer Depression sind andere Hilfen nötig als bei reiner Überlastung, etwa eine Psychotherapie oder Medikamente [3]. Ein Urlaub kann bei reiner Überlastung helfen. Bei einer Depression kann er die Probleme dagegen verschärfen [3]. Wie sich beides unterscheidet, erklärt der Ratgeber Burnout oder Depression?.

Was zu Burnout beitragen kann und was hilft

Als Ursachen nennt das IQWiG lang anhaltende Über- oder Unterforderung, ständigen Zeitdruck, Konflikte mit Kolleginnen, Kollegen oder Vorgesetzten und eine extreme Einsatzbereitschaft, bei der die eigenen Bedürfnisse zu kurz kommen [3]. Entsprechend helfen oft Veränderungen am Arbeitsplatz und bei den Arbeitsbedingungen [2, 3]. Wie stark dich dein Job gerade fordert, fragt der Arbeitsbelastungs-Test ab.

Mann in den Fünfzigern und Frau in den Vierzigern sprechen in einem hellen Besprechungsraum bei Tee miteinander
Bild: KI-generiert

Für die Behandlung eines Burnouts ohne zusätzliche Erkrankung gibt es nach der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) keine Therapie, deren Wirkung nach den Regeln der evidenzbasierten Medizin nachgewiesen ist. Liegt eine Erkrankung wie eine Depression zugrunde, gibt es dagegen gesicherte Behandlungen [7]. Zur Vorbeugung von Stress im Beruf hat eine Cochrane-Übersicht 58 Studien mit Beschäftigten im Gesundheitswesen ausgewertet. Nach den Autoren senkten kognitive Verhaltenstrainings und Entspannungsverfahren Stress stärker als keine Maßnahme, aber nicht stärker als andere Maßnahmen. Die Qualität der Belege war überwiegend niedrig [8].

Wenn du wegen deiner Beschwerden nicht arbeiten kannst, entscheidet deine Ärztin oder dein Arzt über eine Krankschreibung. Was dabei gilt, steht im Ratgeber Krankschreibung bei Burnout. Typische Warnzeichen beschreibt der Ratgeber Burnout-Anzeichen.

  1. Behörde Burn-out an "occupational phenomenon": International Classification of Diseases. Weltgesundheitsorganisation (WHO). Stand 28.05.2019. abgerufen am 28.10.2026
  2. Behörde Burn-out-Syndrom: Ursachen und Behandlung. gesund.bund.de, Bundesministerium für Gesundheit. Stand 28.05.2021. abgerufen am 28.10.2026
  3. Behörde Was ist ein Burnout?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.12.2023. abgerufen am 28.10.2026
  4. Behörde Depression. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.12.2023. abgerufen am 28.10.2026
  5. Behörde ICD-11 for Mortality and Morbidity Statistics: QD85 Burnout. Weltgesundheitsorganisation (WHO). Stand 2025. abgerufen am 28.10.2026
  6. Behörde ICD-10-GM Version 2026, Z70 bis Z76: Personen, die das Gesundheitswesen aus sonstigen Gründen in Anspruch nehmen. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 12.09.2025. abgerufen am 28.10.2026
  7. Organisation Fachgesellschaft will Diskussion um Burnout versachlichen (Bericht über das Positionspapier der DGPPN). Deutsches Ärzteblatt. Stand 12.03.2012. abgerufen am 28.10.2026
  8. Studie Preventing occupational stress in healthcare workers (Cochrane Review CD002892). Ruotsalainen JH, Verbeek JH, Mariné A, Serra C. Stand 2015. abgerufen am 28.10.2026

Hinweis: Ein Selbsttest gibt dir eine erste Einschätzung. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung und keine Diagnose.

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